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Baufinanzierung


Der Staat bietet mit einem Förderprogramm jedem die Möglichkeit, den Traum einer eigenen Immobilie, die sowohl Unabhängigkeit als auch Besitz repräsentiert, zu verwirklichen. Jeder kann als Darlehensnehmer, unabhängig von seinem Einkommen oder der Situation in der Familie, einen langfristigen Kredit in Anspruch nehmen. Wenn man vor Baubeginn einen Antrag auf die öffentliche Hilfe stellt, wird ein bestimmter Prozentsatz der Gesamtkosten durch staatliche Mittel gefördert. Hierbei kann die Dauer des Kredits individuell bestimmt werden. Die maximale Laufzeit beträgt jedoch dreißig Jahre. Die ersten fünf Jahre kann der Darlehensnehmer tilgungsfrei in Anspruch nehmen und danach den Kredit in Annuitäten, vierteljährlichen Beträgen, zahlen. Vermietete Räume, Umschuldungen oder die Nachfinanzierung bereits abgeschlossener Baumaßnahmen sind von der Förderung jedoch ausgeschlossen.


Bis zum Jahr 2006 gab es Steuervergünstigungen für Darlehensnehmer, die den Bau oder Kauf einer Immobilie planten. Jetzt gibt es stattdessen einige Alternativen. Steuerliche Vorteile kann man nutzen, wenn man in eine denkmalgeschützte Immobilie investiert oder ein vermietetes Gebäude linear abgeschrieben wird. Für den Netto-Verdienst des Einzelnen gibt es ebenfalls Steuervorteile.


Zur Darlehenssicherung wird die sogenannte Grundschuld, das Grundpfandrecht, von Kreditinstituten genutzt. An den Grundschuldgläubiger muss eine bestimmte Geldsumme aus dem Grundstück gezahlt werden. Im Gegensatz zur Hypothek ist die Grundschuld nicht vom Bestand einer Forderung abhängig. Dennoch verpflichtet sie zur Zahlung aus dem Grundstück.


Das Eigenkapital spielt bei einer Baufinanzierung eine wichtige Rolle. Jedem Darlehensnehmer wird geraten so viel wie möglich des Eigenkapitals zu investieren, wenn dieser nach dem Bau der Immobilie selbst dort wohnen möchte. Zu dem Eigenkapital zählen auch Eigenleistungen während der Bauphase, die dem Darlehensnehmer helfen die Finanzierung zu ermöglichen. Als Eigenkapital wird der Betrag eingesetzt, der nach einer Aufstellung der Vermögensteile, über die der Darlehensnehmer verfügt, und nach einem Abzug der bestehenden finanziellen Verpflichtungen, herauskommt.


Beliebt ist die Baufinanzierung auch für Immobilien als Altersvorsorge, da dies viele Vorteile beinhaltet. Immobilien mit passender Ausstattung, in einer schönen Lage und zu einem guten Kaufpreis können längerfristig wertvoller werden. Insgesamt zählen Immobilien zu den sicheren Geldanlagen, da eine Immobilie zu den Sachwertanlagen zählt und somit vor dem Preisverfall geschützt sind. Zudem sind Wertzuwachs, Förderungen und Mietersparnis steuerfrei. Um eine Erhöhung des Mietpreises oder der Kündigung des Mietvertrags muss sich ein Immobilienbesitzer auch im Alter keine Sorgen mehr machen. Die einzigen Nachteile von Immobilien als Altersvorsorge sind die Tatsachen, dass deren Wert sinken kann und die Besitzer nicht so flexibel sind, da sie sich an die Immobilien meist ein Leben lang binden. Für andere Arten der Altersvorsorge sind aufgrund des hohen Wertes einer Immobilie oft keine finanziellen Mittel mehr vorhanden.


Wie bei anderen Investitionen vergleicht man auch bei einer Baufinanzierung zuerst die unterschiedlichen Angebote, aktuell wird dabei die Internet-Baufinanzierung immer beliebter. Wichtig ist es hierbei zu wissen, was man selbst finanzieren kann und welche monatliche Summe man in ein Bauprojekt investieren kann. Zudem sollte man berücksichtigen, welche Nebenkosten für den Bau anfallen, wie hoch der Zins ist und welche Laufzeit oder Tilgungshöhe es gibt. Je nach Eigenkapital und finanziellen Möglichkeiten zur Zahlung der monatlichen Summe kann man eine individuelle Finanzierung erstellen. Finanzberater oder ein Berater einer Bank bieten hierbei professionelle Hilfe.